05.03.2019
5G – der neue Standard für die Digitalisierung
Mehr als 100 mal schneller und deutlich kürzere Latenzzeiten beschreiben die Eckdaten des zukünftigen Mobilfunknetzes 5G. Notwendig ist diese Netztechnik vor allem in Hinblick auf künftige Technlogien, wie autonomes fahren, Virtual Reality, Artificial Intelligence und somit für die Industrie 4.0. Am Ende alles brisante Themen, die unser aller Leben verändern wird.
Noch vor Beginn der Auktion gibt es viel Streit um die Versteigerung der zukünftig für 5G verwendeten Frequenzen. Telefónica stellte mit einem Eilantrag die Auktionsregeln in Frage, kurz darauf folgten die anderen beiden großen Carrier, Telekom und Vodafone. Ebenfalls versucht sich 1&1 Drillisch nun als viertes Unternehmen ebenfalls als an der Auktion und startet schlussendlich einen Angriff auf alle die die Großen.

Was hebt 5G von den bisherigen Standards ab?
Mit deutlichen höheren Datenraten von bis zu 10 Gbit/s wird der Endverbraucher neue Dienste und Technologien auf seinem Smartphone erleben, die bisher undenkbar waren. Spannend ist aber die extrem niedrige Latenzzeit von unter einer Millisekunde. Als entscheidender Faktor für zukünftige und vor allem zeitkritische Anwendungen wird 5G Technologietreiber, z.B. beim autonomen fahren. Im Zeitalter des Internet der Dinge ist auch folgender Faktor nicht unerheblich: mittels 5G können auf derselben Fläche im Vergleich zu 4G rund 100 mal mehr gleichzeitige Verbindungen hergestellt werden. Somit ist auch zukünftig eine ausreichende Netzversorgung für smarte Dienste im öffentlichen Raum wie Parksensoren, Ampelanlagen aber auch digitalisierte Wasseruhren und Stromzähler gewährleistet. Auch als Zwischenlösung für mit Breitbandinternet unterversorgte Regionen kann 5G eine entscheidende Rolle für stationäres Internet sein – zumindest übergangsweise.

Doch wie steht es um dem Netzausbau?
Noch laufen die Versteigerungen für die 5G Frequenzen. Bis die Anbieter die ersten Masten aufrüsten, dürfte es 2020 werden, eine flächendeckende Versorgung dürfte erst Jahre später erfolgen. Bereits jetzt sind die ersten Smartphones mit 5G auf den Markt, nutzbar sind diese mit deutschen Tarifen aber auch nicht in mit 5G versorgten Ländern.

Stichwort Network Slicing – eine Technik, viele Anwendungen
Wie bereits festgestellt, ist 5G die Lösung für viele Anwendungen. Jedoch haben die Anwendungen verschiedene Anforderungen: autonomes fahren benötigt weniger die hohen Datenraten, sondern extrem niedrige Latenzen. Letztere sind wiederum für den Endnutzer weniger entscheidend, ein Video-Stream benötigt keine kurzen Paketlaufzeiten. Die Parksensoren, die in der Regel im Parkplatz fest verbaut werden, hingegen haben einen extrem niedrigen Bedarf an Datenraten und auch die Latenzen sind weniger entscheidend. Hier zählt absolute Energieeffizienz. Viele Anwendungen, eine Technik: 5G kann der Digitalisierung neue Schubkraft geben, Voraussetzung ist jedoch eine zügige Flächenversorgung.
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