09.07.2019
Zukünftig National Roaming bei Telekom, Telefónica und Vodafone?

In Deutschland gehören Funklöcher für viele Menschen noch immer zum Alltag. 2015 bei der LTE-Frequenzauktion sollten Regeln und Auflagen dies eigentlich verhindern. Erfüllt wurden nach vier Jahren jedoch noch nicht alle Auflagen.

Der Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur hat die Änderungen zum 5. TKG-Änderungsgesetz verabschiedet. So sollen die schon bekannte Verschärfung der Kontrolle und Bestrafung bei Verstößen gegen die Auflagen der Bundesnetzagentur Realität werden.

Die Bundesnetzagentur kann zukünftig bis auf die einzelne Funkzelle genau bei jedem Netzbetreiber ermitteln, wie die tatsächliche Mobilfunknetzabdeckung vor Ort ist. Die Ergebnisse aus diesen Messungen sollen dann online für jeden Bürger Karten zur Verfügung gestellt werden.

Wenn ein Netzbetreiber bis Ende 2019 die Auflagen der LTE-Auktion nicht erfüllt hat, muss dieser Strafzahlungen von bis zu 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes bezahlen. Die Erhöhung der Strafen für Vergehen soll zeigen, dass der Verstoß kein „Kavaliersdelikt“ ist.

Es gab in der Vergangenheit immer wieder Forderungen zu einem verpflichtenden National Roaming. Ebenso genauso oft hatten sich vor allem Telekom und Vodafone dagegeben ausgesprochen. Der Gesetzesgeber hat allerdings nun gegenüber den Mobilfunkbetreibern klargestellt, dass sie sich zeitnah auf eine gesetzliche Regelung einstellen müssen, bei denen sie zu lokalem Roaming beziehungsweise aktiven Infrastruktur-Sharing in Ausnahmefällen verpflichtet werden können. Bis Herbst 2019 gibt der Gesetzgeber den Mobilfunkanbietern noch Zeit. Die Hoffnung ist, dass diese untereinander und auf freiwilliger Basis einen gemeinsamen Netzausbau im ländlichen Raum miteinander vereinbaren.

Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr Informationen